Umgang mit Schlafproblemen

Ein-  oder Durchschlafprobleme können bei Kindern entwicklungsbedingt und phasenweise auftreten. Das ist ganz normal.

Bei einer chronischen Erkrankung wie der Neurodermitis können nächtlicher Juckreiz und Kratzen das Auftreten einer Schlafstörung begünstigen. Wichtig für den Umgang ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Ursachen von Schlafproblemen.

Schubabhängige Schlafprobleme:

  • Mache einen Termin bei Deinem Arzt oder Deiner Ärztin aus und behandel den Neurodermitis-Schub.
  • Wirkstoffprodukte wie Kortison sind wichtig um die Entzündung in der Haut zu behandeln.
  • Sorge für angenehme Körperempfindungen wie ggf. kühlen der Haut.
  • Beruhige Dein Kind. Gebe Deinem Kind Sicherheit, indem Du für es da bist.
  • Sorge für Entspannung und angenehme Einschlafrituale wie Geschichten oder auch ein Entspannungstraining.

Fehlende Schlafhygiene

  • Bringe Dein Kind zu geregelten Zeiten ins Bett.
  • Nutze feste Rituale.
  • Spreche – mit älteren Kindern – über wichtige Tagesereignisse.
  • Vermeide ungünstige Stressoren vor dem Schlafengehen wie TV, toben etc.
  • Beruhige Dein Kind bei Angstträumen, diese sind in Phasen normal.
  • Vermeide Wärmestau und zu hohe Temperaturen im Schlafzimmer.
  • Achte auf Allergenreduktion im Kinderschlafzimmer, z.B. bei Hausstaubmilbenallergie.

Konditionierte Schlafprobleme:

  • Vermeide beim Aufwachen des Kindes übermäßige Bestätigung und Aufmerksamkeit.
  • Vermeide nächtliche Mahlzeiten oder Getränke bzw. Spielen.
  • Tausche Dich in Neurodermitisschulungen mit anderen Eltern aus.

Merke:

Bei hartnäckigen Schlafproblemen, die auch in schubfreien Zeiten ganz unabhängig von der Neurodermitis vorkommen, kann eine Schlafstörung vorliegen. Psychologische Beratung kann Eltern helfen.

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