Eltern unter Stress

Die aufwendige Pflege und Versorgung eines Kindes mit Neurodermitis stellt eine meist lang andauernde Herausforderung dar. Eltern, insbesondere Mütter, tragen eine besondere Verantwortung. Krankheitsbedingte Folgen wie eigenes Schlafdefizit, hoher Zeitaufwand, Stressgefühle, Konflikte und Auseinandersetzungen gehören oft dazu. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern auch auf sich selbst achten.

Viele Eltern von Kindern mit Neurodermitis beschreiben folgende Stressfaktoren für sich selbst.

Stress und Belastungsfaktoren für die Eltern

  • Erhöhter Pflege- und Organisationsaufwand, Zeitdruck
  • Schlafmangel
  • Symptome der Erschöpfung, z.B. Stimmungsschwankungen, Gereiztheit
  • Hilflosigkeits- oder Schuldgefühle, Depressivität
  • Schwierigkeiten, die Krankheit zu akzeptieren
  • Familiäre Auseinandersetzungen wegen der Therapie
  • Erziehungsunsicherheit bei einem chronisch kranken Kind
  • Negative Reaktionen auf die Neurodermitis aus der Umwelt

Tipps zur Stressprävention und Stressbewältigung für Eltern

  • Tagesstrukturierung und Arbeitsteilung überprüfen
  • Schlafdefizite ausgleichen
  • Stressfördernde Einstellungen identifizieren und korrigieren, z.B. Perfektionismus
  • Persönliche »Energietankstellen« finden, z.B. „Zeit für mich“, eigene Bedürfnisse
  • Sich selbst nicht immer zurückstellen
  • Das Kind abgeben lernen, sich zeitweise Distanz erlauben
  • Inanspruchnahme sozialer Unterstützung, Hilfe annehmen lernen
  • Erfahrungsaustausch mit Betroffenen
  • Entspannungsverfahren

5 Tipps – was Dir helfen könnte:

  1. Nehme Überforderungsanzeichen und eigene Grenzen wahr
  2. Nehme Selbstfürsorge ernst
  3. Plane Auszeiten ein
  4. Suche nach Lösungen für Deine Belastungen
  5. Nehme bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch

Merke:

Ausgebrannte und gestresste Eltern tun weder sich selbst noch ihren Kindern gut. Eltern sollten ihr Stressmanagement genauso ernst wie die Pflege ihres Kindes nehmen!

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